Mit diesen Tricks machen Sie Ihre Pflanzen fit für den Urlaub

Juni 16, 2014 in Pflege, Ratgeber von Andreas Bodonge

Foto: flickr, Christine

In wenigen Wochen ist es soweit und die Deutschen brechen mit den beginnenden Sommerferien wieder in ihren wohlverdienten Sommerurlaub auf. Doch mit den schönen Tagen für die Familie brechen zu Hause für die Pflanzen wieder schwere Zeiten an. Denn gerade im Sommer sollten die Pflanzen täglich gegossen werden. Viele Menschen haben Nachbarn oder Verwandte, die sich in der Zeit ihrer Abwesenheit liebevoll um die Pflanzen kümmern. Wer jedoch niemanden hat, bei dem sterben die Pflanzen einen jämmerlichen Dürre-Tod. Doch muss es gar nicht soweit kommen. Denn mit nur geringem Aufwand kann man seine Pflanzen unbeschadet durch die Urlaubszeit bringen.

Auf Vorrat gießen

Bei einem Kurzurlaub übers Wochenende mag es durchaus ausreichend sein, vor der Abreise noch einmal seine Pflanzen gründlich zu gießen, wodurch diese schließlich auch mal ein paar Tage ausharren können. Vor allem auf dem Balkon oder der Terrasse befindliche Pflanzen sollten aber häufiger gegossen werden als Zimmerpflanzen, da hier die Hitze und die Luftbewegung die Pflanzenerde noch schneller austrocknen. Ist eine längere Abwesenheit von einer Woche oder mehr geplant, so ist dies bei den hohen Temperaturen bereits das Todesurteil für die Pflanzen. Gießen auf Vorrat kann durchaus für wenige Tage helfen, doch birgt dies aber auch das Risiko der Bildung von Staunässe. Dadurch können die Wurzeln faulen und die Pflanze geht schließlich ein. Deshalb sollte maximal soviel gegossen werden, dass sich im Übertopf nicht mehr als ein Zentimeter hoch das Wasser sammelt.

Schattige Plätze reduzieren den Wasserbedarf

Stellt man seine Pflanzen aus der Sonne heraus an einen Schattenplatz, reduziert sich automatisch der Wasserbedarf. So ist etwa ein Platz an der Nordseite des Hauses empfehlenswert. Zu dunkel sollten die Pflanzen aber nicht stehen, da dies nicht allen Pflanzen gut bekommt und diese nach und nach ihre Blätter verlieren und absterben.

Bewässerungshilfen

Wer nun aber weder Nachbarn noch einen Schattenplatz hat, der kann sich auch mit Bewässerungssystemen behelfen. Hier können etwa Tonkegel abhelfen. Diese werden mit Wasser befüllt und in die Blumenerde gesteckt. Dadurch holt sich die Pflanze genau die Menge Wasser, die sie benötigt und das Wasser reicht je nach Größe des Tonkegels über einen langen Zeitraum.

Eine recht einfache aber dennoch sehr effektive Alternative ist eine mit Wasser gefüllte Getränkeflasche. Einfach mit einem Deckel verschließen, in den kleine Löcher gebohrt wurden und mit dem Flaschenhals nach unten in die Erde stecken.

Alternativ dazu gibt es aber auch Blumenkübel, Pflanztröge und Pflanzkübel mit Bewässerungssystem. So kann die Pflanze während der Urlaubszeit problemlos aus dem Wasservorrat des Bewässerungssystems zehren und steht auch nach der Rückkehr aus dem Urlaub immer noch im Saft.

Um ein zu schnelles Austrocknen der Blumenerde zu verhindern, kann auch etwas Rindenmulch auf die Erdoberfläche gegeben werden. Dadurch verdunstet das Gießwasser nicht so schnell. Sind die Pflanzen in Tontöpfe gepflanzt, sollten auch diese vor dem Urlaubsantritt noch einmal vollständig in Wasser getaucht werden, bis sie keine Luftblasen mehr abgeben. Dadurch saugen sie sich mit Wasser voll, welches ebenfalls nach und nach an die Erde abgegeben wird.

 

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