Kräuterspirale anlegen und bepflanzen

Juli 18, 2016 in Ratgeber von administrator

Foto: menita pixabay.com - CCO Public Domain

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Frische Kräuter sind nicht nur schön anzusehen, sie schmecken auch richtig gut und sind in der täglichen Küche nicht wegzudenken. Kräuterspiralen oder auch Kräuterschnecken wie sie häufig genannt werden erfreuen sich großer Beliebtheit und das nicht nur bei Hobbyköchen. Im Grunde ist eine Kräuterspirale einfach nur ein Beet, welches sich spiralförmig in ein Hochbeet wandelt. Durch seine besondere Gestaltung bietet es enorm viel Platz für die unterschiedlichsten Kräuter. Lesen Sie hier, wie Sie eine Kräuterschnecke anlegen und richtig bepflanzen.

Der Standort

Damit die Kräuter auch entsprechend wachsen können, sollten Sie auf den richtigen Standort achten. Ein geschützter und sonniger Standort ist wichtig, um allen Pflanzen gerecht werden zu können. Vor allem mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Lavendel sollten vor kaltem Wind und Frost geschützt werden. Winterharte Pflanzen können aber auch im Herbst herausgenommen werden, um sie frostfrei im Haus zu überwintern.

Für eine Kräuterspirale sollten Sie eine Fläche von 2,5 mal 2,5 Metern planen. Bei zu kleinen Schnecken können sich die Pflanzen nicht optimal entfalten. Damit eine Pflanze kräftig und gesund wachsen kann, braucht sie ausreichend Platz.

Geeignetes Baumaterial

Im Handel findet man unterschiedliche Materialien. Sehr schnell geht es mit Gitterschnecken, sogenannte Gabionen, welche nur noch mit großen Kieselsteinen befüllt werden müssen. Wer seine Kräuterschnecke komplett selbst bauen möchte, kann Mauersteine, Findlinge oder andere Natursteine als Trockenmauer aufschichten.

Legen wir los!

Sobald ein geeigneter Standort gewählt wurde, beginnt man damit, den Grundriss abzustecken. Wichtig ist hier, dass die niedrigste Stelle nach Süden zeigt. Danach muss die Grundfläche ungefähr Spatentief ausgehoben werden, um sie als Fundament mit grobem Kies oder Schotter zu füllen. Danach können die Mauersteine aufgeschichtet werden. Besonders stabil ist die Mörtelbauweise, aber auch die Trockenbauweise hat sich gut bewährt. Achten Sie beim Aufschichten auf eine kleine Neigung nach innen, so können sich in den Zwischenräumen Kleintiere verstecken, aber auch Pflanzen ansiedeln. Legen Sie eine Lage Steine aus und füllen Sie dann die Zwischenräume mit Erde. Hierfür kann die zuvor ausgehobene Gartenerde verwendet werden. Erhöhen Sie die Schichten so, dass am Ende in der Mitte etwa 80 bis 90 Zentimeter Höhe erreicht werden. Befüllen Sie Ihre Kräuterschnecke mit Erde und legen Sie im hohen Bereich eine zusätzliche Drainage aus zerbrochenen Steinen oder Kies an.

Pflanzen in vier Zonen

Eine Kräuterschnecke unterteilt sich in vier Zonen. Die oberste wird als Mittelmeerzone bezeichnet. Hier fühlen sich sonnenhungrige Pflanzen wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Lavendel besonders wohl. Die Normalzone ist ebenfalls eher trocken aber auch schattig. Dort fühlen sich Melisse, Koriander und Oregano sehr wohl. Zur Öffnung hin können dann Kräuter wie Basilikum, Kümmel, Kerbel, Zitronenmelisse, Kerbel und Petersilie gepflanzt werden. Schnittlauch sollte nach ganz unten, er braucht viel Feuchtigkeit. Legt man am Auslauf noch ein kleines Wasserbecken an, gedeiht dort Brunnenkresse ganz wunderbar.