Hecke schneiden – diese Fehler sollte man vermeiden

August 25, 2014 in Allgemein, Pflege, Ratgeber von Andreas Bodonge

Foto: flickr, Michael Nukular

Foto: flickr, Michael Nukular

Der Hochsommer ist in weiten Teilen Deutschlands so langsam vorbei und der Herbst steht bereits in den Startlöchern. Während der letzten Monate konnten überall die Hecken und Sträucher austreiben, sodass viele Vögel ihren Brutplatz darin einrichten konnten. Genau aus diesem Grund ist es bundesweit untersagt, in der Zeit von März bis September über den ganz normalen Formschnitt hinaus Hecken zu schneiden. Der Formschnitt sollte durchaus auch durchgeführt werden – vor allem, wenn etwa Gehwege zuwachsen. Ratsam ist es, seine Hecken gerade zum jetzigen Zeitpunkt in Form zu bringen. Denn mit jedem Schnitt kann die Hecke wieder neu austreiben und zudem wird das Wachstum dadurch auch wieder angeregt. Wer zu spät mit dem Schneiden der Hecke beginnt, der riskiert enorme Schäden an den Hecken, da die neuen Triebe sonst durch die teils kühlen Temperaturen in der Nacht bereits Schäden erleiden können. Dies würde dazu führen, dass die Hecke im nächsten Frühling nicht mehr so gut austreiben kann und entsprechend unschön aussieht.

Nicht bei Sonne schneiden

Bei strahlendem Sonnenschein sollte auf einen Rückschnitt der Hecke verzichtet werden, da dies der Pflanze unnötig schaden würde. Denn dabei besteht die Gefahr, dass die Triebe austrocknen, wodurch Blätter und Nadeln braun werden können. Vor allem die Eibe ist diesbezüglich sehr anfällig. Deshalb sollte man eine Hecke nur an trüben Tagen mit bedecktem Himmel schneiden.

Auf das richtige Werkzeug achten

Nicht nur beim Schneiden der Hecke selbst gibt es einiges zu beachten, auch beim Werkzeug kann man einiges falsch machen. Deshalb sollte man auch hier aufpassen, denn schnell kann es für die Pflanzen und auch für den Gärtner unangenehm werden. Eine elektrische Heckenschere beispielsweise ist um einiges leichter als eine mit Benzinmotor, was man vor allem bei langen Hecken zu spüren bekommt. Außerdem ist diese um einiges leiser, was somit auch die umliegende Nachbarschaft und auch die Tierwelt freuen dürfte. Allerdings kann es durchaus auch vorkommen, dass mitunter ein recht langes Verlängerungskabel verwendet werden muss. Dabei gilt es zu beachten, dieses auf keinen Fall über oder durch die Hecke zu verlegen. Denn hier besteht eine große Gefahr, dieses beim Heckenschneiden zu durchtrennen, was durchaus eine gewisse Lebensgefahr bedeutet.

Keinerlei Lebensgefahr besteht jedoch bei akkubetriebenen Heckenscheren. Denn hier gibt es ein Kabel, welches durchtrennt werden kann. Bei diesen sollte man jedoch unbedingt auf die Akkuleistung achten, denn mitunter hält ein solcher Akku nicht mal eine Stunde durch.

Passende Kleidung tragen

In deutschen Gärten ist die Thuja eine gerne gesehene Pflanze. Vielen ist allerdings nicht bewusst, dass diese sehr beliebte Heckenart sehr giftig ist und bei direktem Hautkontakt mitunter Hautreizungen und allergische Reaktionen hervorrufen kann. Bei Schneiden dieses Lebensbaumes sollte daher unbedingt entsprechende Kleidung getragen werden, welche Arme und Beine vollständig bedecken. Aber auch beim Schneiden jedweder anderen Hecke sollte man Kleidung mit langen Ärmeln tragen, da man durch überstehende Äste schnell einige Kratzer abbekommen kann.

Stets das Ziel vor Augen

Gerade bei langen Hecken kann es schnell passieren, dass man eine Kante zu weit beschneidet, was letzten Endes in einer Berg-und-Tal-Bahn endet und schließlich nicht schön aussieht. Vermeiden lässt sich dies, wenn man zu Beginn eine Schnur spannt, an der man sich während des Rückschnitts orientieren kann. Damit gelingt es garantiert, die gewünschte Form einzuhalten.

Heckenform beachten

In der Regel wachsen die Triebe einer Hecke oben breiter als unten. Grund dafür ist, dass die oberen Triebe deutlich mehr Licht abbekommen und daher auch besser wachsen können. Die unteren Triebe erhalten infolge dessen weniger Licht und können nicht ausreichend wachsen, wodurch sich schnell Löcher bilden können. Um dies jedoch zu vermeiden, sollten Hecken trapezförmig geschnitten werden, also oben schmaler als unten. So wird auch die Basis der Hecke ordentlich mit Licht durchflutet.

Der richtige Zeitpunkt ist von großer Bedeutung

Wie bereits erwähnt ist der Radikalschnitt in den Monaten März bis September in Deutschland grundsätzlich verboten. Der normale Rückschnitt hingegen ist erlaubt und sollte durchaus auch im Frühjahr sowie im Herbst durchgeführt werden. Wer seiner Hecke einen Radikalschnitt verpassen möchte, der sollte dies unbedingt im Frühjahr vornehmen. Denn so kann die Pflanze rasch wieder neue Triebe bilden und innerhalb kurzer Zeit auch wieder einen dichten Sichtschutz entwickeln. Wird der Radikalschnitt hingegen im Herbst durchgeführt, entstehen hässliche Löcher in der Hecke, die während des gesamten Winters nicht mehr zuwachsen können. Außerdem können neue Triebe durch Frost zerstört werden.

 

Foto:

„Hecke im Sonnenaufgang“ by Michael Nukular, https://www.flickr.com/photos/michaelnukular/11288705385/in/photolist-icxyPt is licensed under a Creative Commons license (CC BY-SA 2.0): https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0