Frühbeet: Schon jetzt das neue Gartenjahr beginnen

Januar 21, 2015 in Ratgeber von Andreas Bodonge

Ein Frühbeet verschafft dem Gärtner einen gewissen zeitlichen Vorteil. Denn sobald der schlimmste Frost vorüber ist, kann man in einem Frühbeet bereits den ersten Salat aussäen. Schließlich ist der Salat im Frühbeet nicht nur vor dem kalten Wind geschützt, sondern er erhält zudem auch noch die volle Sonneneinstrahlung durch das durchsichtige Dach und damit genug Wärme. Sobald die Temperaturen schließlich steigen, kann der Salat in den normalen Garten umgesetzt werden, um dort zu wachsen und zu gedeihen. Aber auch mitten im eisigen Winter ist ein Frühbeet sehr vorteilhaft.

Grundlegend handelt es sich bei einem Frühbeet um nichts anderes als ein kleines Miniatur-Gewächshaus. In der Regel ist es einen kastenförmigen Holzrahmen, der an den Seiten und oben mit einer durchsichtigen Folie bespannt ist, alternativ mit einer Glasscheibe oder einer Kunststoffplatte.

Was sollte man bei einem Frühbeet beachten?

Was bei einem Frühbeet besonders wichtig ist, ist der Standort. Denn es sollte so viel Sonne wie nur irgendwie möglich abbekommen. Gerade im Winter sind die Tage sehr kurz, weshalb jeder Sonnenstrahl eingefangen werden muss.

Wer sein eigenes Frühbeet bauen möchte, der sollte darauf achten, dass es eine Größe von wenigstens etwa einem bis zwei Quadratmetern aufweist. Idealerweise besitzt es eine lange, schmale Form, da man andernfalls vom Rand aus nicht mehr an die Mitte des Beetes gelangen würde. Besonders wichtig ist auch die Belastbarkeit. Deshalb sollte das Frühbeet im Idealfall nicht mit einer Folie bespannt, sondern mit einer Glas- oder Kunststoffplatte abgedeckt werden. Ansonsten würde es im Winter durch den Schnee sofort einbrechen. Auf die Verwendung von Echtglas sollte man möglichst verzichten, da es nicht nur schwer ist, sondern auch leicht brechen kann. Ebenso wichtig ist auch die Möglichkeit zur Belüftung, weshalb man auch eine Klappe einplanen sollte, die man individuell öffnen kann.

Das Dach des Frühbeetes sollte nach Möglichkeit schräg abfallen. Auch wenn die Schräge nicht zwingend zur Sonnenseite gerichtet sein muss, so ist es doch von Vorteil, da Regenwasser umso besser ablaufen kann und sich somit nicht auf dem Dach staut. Das Dach sollte mit Scharnieren am Grundgerüst befestigt sein, damit es jederzeit problemlos geöffnet werden kann. Im Handel gibt es mitunter aber auch bereits fertige Frühbeete, die meist aus Hohlkammerplatten aus Kunststoff bestehen.

Jungpflanzen aussetzen

Sobald der richtig harte Frost vorüber ist, das Klima zumindest über dem Gefrierpunkt liegt und die Dämmung des Frühbeetes ausreichend ist, kann mit dem Aussetzen der Jungpflanzen begonnen werden. In der Regel ist dies zwischen Ende Februar und Anfang März.

Als Basis sollte man einen humusreichen Gartenboden wählen, der nicht nur etwas aufgelockert wird, sondern auch frei von Unkraut ist. In diesen können junge Pflänzchen direkt eingepflanzt werden. Hat man hingegen keine Jungpflanzen, sondern nur Samen, die frisch ausgesät werden sollen, sollte man doch besser zu Pikiererde greifen, da diese entsprechend nährstoffreich und hochwertig ist.

Ab März können in der Regel bereits Salat und Wurzel- oder Rübengemüse wie Radieschen oder Rettich ausgesät werden. Sind die Pflänzchen gerade groß genug, dass man sie mit bloßen Fingern anfassen kann, sollten die einzelnen Pflanzen pikiert und getrennt voneinander neu eingepflanzt werden. Schon nach wenigen Wochen können diese Pflanzen dann in das Frühbeet ausgesetzt werden.

 

Foto:

„Rettichkeimlinge am Fensterbrett“ by lebenswandeln – Veränderung, https://www.flickr.com/photos/jseidl2011/12820089964 is licensed under a Creative Commons license (CC BY-SA 2.0): https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0