Düngen im Herbst – aber bitte richtig!

September 12, 2016 in Pflege, Ratgeber von administrator

Foto: Efraimstochter - pixabay.com - CCO Public Domain

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Gerade die sonnigen Herbsttage im September bieten sich an, den Garten für den Winter vorzubereiten. Da werden Beetpflanzen zurückgeschnitten, die Früchte geerntet, die fallenden Blätter aufgesammelt. Normalerweise bereitet sich die Natur selbst auf den Winter vor. Herabfallendes Laub und Obst, abgestorbene Pflanzenteile und auch kleinere Äste sind wichtige Nähstofflieferanten für die Pflanzen, welche die ausgelaugte Erde wieder aufbereiten. Der Gartenbesitzer allerdings entfernt das alles, schon allein der Optik wegen. Deshalb ist es wichtig, hier dann mit entsprechenden Düngern den Pflanzen die benötigten Nährstoffe zukommen zu lassen.

Wann sollte man düngen?

Für ein kräftiges Wachstum in der nächsten Blühperiode sollte spätestens Ende September bis Ende Oktober die Herbstdüngung erfolgen. Dieses Jahr allerdings ist wegen der langen Trockenperiode zu beachten, dass die trockene Erde den Dünger nicht optimal aufnehmen kann. Hier empfiehlt es sich, den Garten ein paar Tage gut zu wässern, bevor der Dünger gegeben wird.

Welchen Dünger sollte man verwenden?

Diese Frage ist durchaus berechtigt. Im Handel findet man organische und mineralische Dünger, Langzeitdünger, Spezialdünger für Rosen, den Rasen oder Rhododendron. Das Angebot ist so umfassend, das viele schlicht überfordert sind. Grundlegend sollten Sie entscheiden, ob Sie einen organischen oder mineralischen Dünger verwenden wollen.
Im Fachhandel wird meist der organische Dünger empfohlen. Die Anwendung ist am einfachsten, allerdings dauert es etwas länger, bis man beeindruckende Erfolge sehen kann. Organischer Dünger hat aber durchaus seine Vorteile. Er ist natürlich und chemiefrei und kann sogar selbst hergestellt werden. Die Rede ist von Kompost. Wer keine Möglichkeit hat, bekommt mittlerweile im Fachhandel ein breites Sortiment angeboten.
Wer sich für einen mineralischen Dünger entscheidet, sollte hier besonders auf die Zusammensetzung achten. Dünger mit hohem Stickstoffanteil laufen Gefahr, dass bei heftigen Regenschauern alles ausgewaschen wird. Zudem wird dabei dem Grundwasser Nitrat zugeführt. Stickstoff regt das Pflanzenwachstum enorm an, was im Frühjahr eine gewollte Wirkung ist, doch bei der Herbstdüngung genau das falsche ist. Die Pflanzen richten sich für die Ruhephase her. Deshalb sollte für eine mineralische Herbstdüngung ein Kali-betonter Dünger verwendet werden. Warum? Kali stärkt die Zellwände und hilft so Frostschäden zu vermeiden. Der Boden kann Kali besser speichern als Stickstoff. Oft passiert es Hobbygärtnern auch, dass sie zu spät oder falsch dosieren und dabei die Pflanzen Verbrennungen erleiden. Ein weiterer Vorteil für den organischen Dünger, denn das passiert damit nicht.