Do it Yourself – So baut man sich einen Gartengrill für die Ewigkeit

Juli 28, 2014 in Allgemein, Ratgeber von Andreas Bodonge

Foto: flickr, Günter Grumer

Auch wenn das Wetter diesen Sommer nicht so wirklich mitspielen möchte, zieht es dennoch viele Menschen nach draußen zum Grillen. Denn die Grillsaison ist noch lange nicht zu Ende. Außerdem ist ein Grillfest die ideale Möglichkeit, dass sich die gesamte Familie, Freunde oder Nachbarn wieder einmal zusammenfinden können. Was wäre bei einem solchen Grillfest ein besserer Blickfang, als ein gemauerter Gartengrill? Zwar gibt es im Baumarkt diverse Gartengrills zu kaufen, doch über deren Schönheit lässt sich streiten. Viel individueller ist da schon ein selbst gemauerter Grill. Mit einem solchen Exemplar kann man außerdem umso besser Wind und Wetter trotzen.

Bevor man mit dem Mauern eines Gartengrills beginnt, sollte man sein Vorhaben vorerst gründlich planen. So sollten beispielsweise zuvor einige Fragen zur Größe der Grillfläche sowie zum verwendeten Material und dessen Menge geklärt werden. Im Idealfall wird auch eine Skizze angefertigt, in der man zudem die Maße notieren kann. Dies ist auch die Grundlage für die spätere Berechnung des benötigten Materials.

Stein auf Stein

Ein massiver Gartengrill benötigt zwingend ein ebenes und festes Fundament, wofür sich beispielsweise eine Bodenplatte eignet. Alternativ kann aber auch eine Fläche mit Beton ausgegossen werden. Wurde ein Fundament gegossen und der Beton ist vollständig ausgetrocknet, kann man auch schon mit dem Mauern der ersten Steinreihe beginnen. Hierfür sollte ein feuerfester Schamottemörtel verwendet werden. Beim Aufbringen der Klinkersteine ist unbedingt mit einer Wasserwaage und einem Winkel zu prüfen, dass diese auch wirklich gerade sind. Denn ein kleiner Fehler zu Beginn kann am Ende mehrere Zentimeter ausmachen. Damit der Kamin später richtig stabil steht, sollten die Klinker im Läuferverband aufgeschichtet werden, also um je eine halbe Steinlänge versetzt zueinander.

Beim Mauern der Außenwände des Grills sollte man gleich zu Beginn auf saubere Fugen achten. Solange der Mörtel noch nicht ausgehärtet ist, sollte mit einem Fugeisen eine schöne Fugenkehle gezogen werden.

Stützschablone für den Segmentbogen

Möchte man einen Gartengrill mit Segmentbogen, so kann man sich hierfür ganz einfach mit zwei Stützschablonen behelfen. Hierfür kann man beispielsweise auf Gipskartonplatten zurückgreifen, auf die man den gewünschten Bogen zeichnet. Anschließend nur noch mit einem Cuttermesser ausschneiden und vorne sowie hinten in den Grill einpassen. Nun fehlt nur noch eine Stütze, auf die schließlich die Klinker für den Segmentbogen aufgelegt werden können. Auch diese kann aus einer Gipskartonplatte angefertigt werden. Einfach eine Platte in der benötigten Größe in kurzen Abständen der Länge nach einritzen und auf die benötigte Form biegen. Dies nun auf die Stützen auflegen, fertig ist die Stützkonstruktion und das Mauern des Segmentbogens kann beginnen.

Segmentbogen mörteln

Für den Segmentbogen werden Klinkersteine hochkant über die gesamte Fläche auf die Stütze gelegt und die Fugen mit Mörtel ausgefüllt. Dabei darf nicht vergessen werden, immer wieder mit der Wasserwaage zu prüfen, ob auch noch alles im Lot ist. Anschließend die gesamte Fläche eben mit Mörtel verspachteln. Auch hier wieder die Wasserwaage ansetzen, denn auf diese Mörtelmasse kommen nun erneut hochkant verlegte Klinker. Diese geben der gesamten Konstruktion noch einmal mehr Stabilität und bilden schließlich auch die spätere Feuerfläche.

Mit zwei weiteren Klinkerreihen wird nun die Grillfläche gerahmt, wobei die Klinker nur an der linken und rechten sowie an der Rückseite aufgebracht werden. Vorne bleibt der Grill offen.

Grillfläche einbringen

Auf der nun obersten Steinreihe werden nun links und rechts je zwei Eisen eingesetzt. Damit sie nicht im Laufe der Jahre wegrosten, sollte man auf verzinkte Stahlbleche zurückgreifen, die mit entsprechendem Abstand auf die Klinker gelegt und mit Mörtel fixiert werden. Nun fehlt nur noch eine letzte Reihe Klinkersteine. Anschließend ist nun nur noch das gesamte Mauerwerk leicht abzuwaschen, um grobe Mörtelreste zu entfernen, damit die Klinker nicht zu stark verschmutzt werden. Zum Schluss fehlt lediglich noch eine Trockenzeit etwa einer bis zwei Wochen, danach kann das Grillfest auch schon beginnen.

 

Foto:

„Gartengrill“ by Günter Grumer, https://www.flickr.com/photos/designergarten_at/4408550295 is licensed under a Creative Commons license (CC BY-SA 2.0): https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0