Der eigene Grundwasserbrunnen – was Sie unbedingt beachten sollten

April 17, 2015 in Ratgeber von Andreas Bodonge

Foto: flickr, „Brunnen mit Kamelien“ von superscheeli

Langsam aber sicher kommen überall die Hobbygärtner raus, um ihre Gärten auf Vordermann zu bringen. Unkraut jäten, Rasen säen, Pflanzen gießen, Obst, Gemüse und Kräuter züchten und pflegen – viele Menschen halten sich gerne im Garten auf und kümmern sich um ihre Zierbäume und Sträucher. Damit auch alles schön wachsen kann, muss es regelmäßig gewässert werden. Nun ist aber Leitungswasser auf Dauer recht teuer, weshalb viele Gärtner gerne darauf verzichten möchten, den Hausanschluss und damit den Geldbeutel unnötig zu schröpfen. Die ideale Lösung ist dann ein Grundwasserbrunnen.

Welcher Brunnen soll es sein?

Insgesamt gibt es drei verschiedene Varianten von Grundwasserbrunnen, die im heimischen Garten eingesetzt werden können. Hierbei handelt es sich um:

  • Rammbrunnen
  • Schachtbrunnen
  • Bohrbrunnen

Doch wo genau liegen bei diesen drei Brunnen nun die Unterschiede und welche Vor- und Nachteile haben sie?

Der Rammbrunnen

Der Rammbrunnen hat in der Regel eine Tiefe von 7 Metern und wird, wie schon der Name vermuten lässt, mithilfe einer Ramme angelegt. Hierbei wird ein langes Rohr in den Boden gerammt. Zwar ist dies die günstigste Methode, allerdings muss schon nach einigen Jahren ein neues Rohr gesetzt werden, da sich rasch Kalk und Rost darin absetzen können. Auch ist das Wasseraufkommen doch recht gering, weshalb es gerade einmal so viel Wasser liefert, um den Garten ausreichend zu bewässern.

Der Schachtbrunnen

Der Schachtbrunnen erreicht bereits eine Tiefe von 10 Metern und wird mittels Betonringen angelegt, die in den Erdboden eingegraben werden. In diesem entstehenden Schacht kann sich schließlich genügend Grundwasser ansammeln. Dieser Brunnen benötigt keine sonderlich nennenswerte Pflege und ist zudem sehr langlebig. Doch auch hier kann es bei entsprechend intensiver Ausbeutung vorkommen, dass das Reservoir aufgebraucht ist.

Der Bohrbrunnen

Beim Bohrbrunnen wird eine rund 20 Meter tiefe Bohrung angelegt. Diese ist sehr langlebig und bedarf keiner besonderen Pflege. Ein Bohrbrunnen liefert sehr viel Grundwasser, weshalb ein solcher sogar für einen Anschluss an zum Beispiel die sanitären Anlagen des Hauses genutzt werden kann.

Was gibt es zu beachten?

Wer einen eigenen Grundwasserbrunnen in seinem Garten haben möchte, dem kann dies nicht einfach so tun. In jedem Fall muss er dies bei den Behörden anmelden. In den meisten Bundesländern ist hierfür eine Genehmigung erforderlich, die an weitere Voraussetzungen geknüpft ist. Doch je nach Bundesland können diese Bedingungen unterschiedlich ausfallen. Während einige Behörden beispielsweise lediglich eine einfache Meldung über die Erschließung eines Grundwasserbrunnens wünschen, fordern andere wiederum sogar ein amtliches Gutachten. Deshalb sollte niemals mit dem Bau eines Grundwasserbrunnens begonnen werden, bevor die Stadtverwaltung hierzu befragt wurde. Dies ist schon alleine deshalb erfolgen, da die Behörden auch Informationen über die Tiefe des Grundwasserpegels geben können.

Wichtig ist vor allem, dass man Eigentümer eines Privatgrundstücks ist, wenn man einen Grundwasserbrunnen bohren möchte. Ist dies nicht der Fall, muss man sich zumindest die Genehmigung des Eigentümers einholen.

 

Foto:

„Brunnen mit Kamelien“ by superscheeli, https://www.flickr.com/photos/78749146@N06/12998354905 is licensed under a Creative Commons license (CC BY-SA 2.0): https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0