Auch im Januar benötigt der Garten Pflege

Januar 26, 2016 in Ratgeber von Andreas Bodonge

Foto: fulls26 | Lizenz: CC0 Public Domain

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Auch wenn man zugegebenermaßen im Januar nicht allzu viel in seinem Garten machen kann, gibt es doch einiges, das man zumindest für die nächste Gartensaison vorbereiten kann. So ist der Januar beispielsweise die ideale Zeit, um mit der Planung zu beginnen. Auch wenn man es kaum für möglich halten mag, darf man selbst im Winter das Gießen nicht vergessen, denn vor allem immergrüne Pflanzen benötigen stets ausreichend Wasser – auch im Winter. Doch nicht die Gartenplanung und Pflanzen gießen steht im Januar an, es gibt noch viel mehr zu erledigen.

Genaugenommen ist der Januar einer der schönsten Monate, den sich ein Gärtner vorstellen kann. Viele Hobbygärtner beginnen dann nämlich damit, Prospekte und Kataloge zu wälzen und sich bereits die ersten Gedanken über die Pflanzen und Gewächse zu machen, die sie in der nächsten Saison in ihrem Garten einsetzen möchten.

Blühende Gehölze im Winter

Auch wenn es draußen kalt ist, besteht dennoch die Möglichkeit, sogar im Winter Gewächse im Garten einzupflanzen. Einzige Voraussetzung ist, dass der Boden aktuell frostfrei ist. Solange der Frost fernbleibt, kann beispielsweise hervorragend der Winterjasmin in den Garten ausgesetzt werden, denn er treibt auch weiterhin neue Knospen aus und blüht, solange die Temperaturen nicht unter 0 Grad Celsius sinken. Ist dies der Fall, besteht zwar die Möglichkeit, dass die Blüten abgeworfen werden, allerdings wird es auch weiterhin immer wieder neue Knospen geben.

Weihnachtsbaum mit Wurzel jetzt aussetzen

Viele kaufen sich hin und wieder zum Weihnachtsfest zwar einen echten Weihnachtsbaum, allerdings entscheiden sie sich nicht etwa für einen geschlagenen Baum, sondern für einen im Topf, der noch seine Wurzeln besitzt. Im Januar ist genau der richtige Zeitpunkt gekommen, diesen aus der Gefangenschaft zu befreien – sofern der Boden frostfrei ist. Der Baum sollte allerdings erst langsam an die kalten Temperaturen gewöhnt werden, und nicht sofort aus dem warmen Wohnzimmer im Garten eingegraben werden. Im Idealfall wird der eingetopfte Weihnachtsbaum dafür nur maximal zwei Wochen, besser aber sogar nur 10 Tage, im Haus aufgestellt und danach nicht etwa direkt in den Garten, sondern erst einmal in einen kühlen Raum gestellt, damit sich die Wurzeln nicht zu sehr an die warmen Temperaturen gewöhnen. Dies kann beispielsweise die Garage sein, oder aber ein Gartenhaus. Dort kann sich der Baum wieder langsam aber sicher an die Kälte gewöhnen. Andernfalls würde es schnell zu Schäden kommen, was vor allem bei noch recht kleinen Bäumen umso schneller passieren kann.

Garten für die nächste Saison vorbereiten

Sobald die Tage frostfrei sind, kann damit begonnen werden, den Garten für die kommende Saison vorzubereiten. Dafür wird beispielsweise eine dünne Schicht Kompost auf den Beeten ausgebracht und auch der Rosenstock erhält einen schützenden Haufen abgelagerten Mist, um frische Nährstoffe zu bekommen. Sollte an frostigen Tagen die Sonne scheinen, müssen immergrüne Pflanzen geschützt werden. Dafür kann man beispielsweise ein großes Tuch über die Pflanze legen. Dies gilt insbesondere für solche Pflanzen, die sich im Osten oder Süden des Gartens befinden, da sie der Sonne umso besser ausgesetzt sind. Werden die Pflanzen nicht vor der Sonne geschützt, beginnen die Blätter zu tauen, wodurch sie im gleichen Zug beginnen, wieder Wasser zu verbrauchen, welches sie aber nicht auf dem gefrorenen Boden erhalten können und schließlich absterben, was unter Umständen sogar erheblichen Schaden anrichten kann. Vor allem größere Bäume, wie etwa Obstbäume, können ideal mit Kalk vor allzu großen Temperaturschwankungen geschützt werden, in dem es dafür sorgt, dass die Rinde nicht beginnt, Risse zu bilden.

Rasen und Immergün vor Schäden schützen

Sobald zu viel Schnee auf immergrünen Pflanzen liegt, sollte dieser unbedingt entfernt werden. Die Grenze, ab der man handeln sollte, ist bei spätestens zehn Zentimetern erreicht, da die Äste sonst aufgrund der zu hohen Gewichtes bersten können. Wenn hingegen kein Schnee mehr liegt, sollte noch liegendes Laub unbedingt entfernt werden, da es beginnen könnte zu faulen, was sich unweigerlich auch auf den Rasen auswirken würde. Wogegen man allerdings nichts unternehmen kann, ist eventuell entstehender Schneepilz, der sich aufgrund von Licht- und Sauerstoffmangel unter der Schneedecke bilden kann. Hier beliebt nur der letzte Ausweg, im Frühling einfach neuen Rasen auszusäen.

Vor allem am Grundstücksrand zu Gehwegen und Straßen kann es durch den Einsatz von Streusalz schnell zu Schäden an den Pflanzen kommen, da sich das Salz in den Wurzeln einlagert. Sobald der Boden nicht mehr gefroren ist, sollte deshalb sehr viel gegossen werden, um das Salz wegzuschwemmen, damit es gar nicht erst von den Pflanzen aufgenommen werden kann.